Von der Bundesliga in die Bezirksliga Westfalen, Staffel 14.
Während in der Bundesliga das Feld noch recht nah beieinander ist, sticht in Westfalen ein Verein weit aus der Menge.
Inter Bochum 2003 scheint sich in dieser Saison ein klares Ziel gesetzt zu haben, nämlich in die Geschichtsbücher des deutschen Fußball einzugehen.
Nach nunmehr 12 Spielen in der Bezirksliga weist Inter Bochum unglaubliche 284 Gegentore auf.
Nicht schwer zu eraten, dass Inter bisher weder einen dreier, noch einen einzelnen Punkt aus einem Spiel mitnehmen konnte.
284 - Für die Statistiker unter uns:
Das sind fast 24 Buden pro Spiel. Dabei schlägt es im Schnitt alle vier Minuten im Kasten von Inter ein.
Das ist nicht nur eine stattliche Anzahl von Treffern, sondern auch noch nie dagewesen in der Geschichte des Fußballs in Deutschland. Und so wird sich Inter Bochum wohl verewigen.
Stellt sich die Frage, was nur passiert ist, nach dem Aufstieg letzte Saison? Wie kann es passieren, dass der Aufsteiger in der neuen Spielklasse so untergeht? In der Saison 07/08 war Inter noch mit 70 Punkten (8 Vorsprung auf den Zweiten) und einer guten Differenz von +66 Toren Kreismeister in der Kreisliga A 3 Herren Bochum.
Doch nach dem Aufstieg kam die Pleite und Spieler wie Funktionäre verließen den Club.
Damit war der Weg frei für Hobbykicker, die schleunigst dem Verein beitraten und so quasi eine “feindliche Übernahme” einer Neugründung eines eigenen Vereins vorzogen. Der “neue” Inter Bochum hat also mit dem alten ausser dem Namen wenig gemein.
Was die frischgebackenen Bezirksligisten freut ist ärgerlich für die Hinterbliebenen in der Kreisliga darunter. Die wären nämlich auch gerne aufgestiegen. Und hätten in der Bezirksliga vielleicht auch mithalten können.
Ob sich eine solche Situation wiederholen kann, wird sich zeigen. Wie dem auch sei. An diesem Wochenende gehts gegen den Vorletzten und somit direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Wir wünschen Inter Bochum viel Glück und würden uns wahnsinnig freuen, wenn Inter am Sonntag seinen ersten Treffer für diese Saison markiert!!
04. November 2008
Christian
Um dem steigenden Auftreten von Gewalt im Amateur- und Jugendfußball entgegenzuwirken wurde in Hamburg ein Pilotprojekt namens “Zweikampfverhalten” initiiert. Auffällige Hamburger Jugendfußballer werden im Rahmen des Projekts in kleinen Trainingsgruppen mit ihrer eigenen Aggression konfrontiert um anschließend nach alternativen Wegen und Kanälen zu suchen, ihre Aggression in den Griff zu bekommen. Die Förderung sozialer Kompetenzen zugunsten von Leistung, Teamgeist und Vorbildfunktionen sowie der Reduzierung von unfairem Spiel wird in vielfältiger Weise an die Jugendlichen vermittelt.
Zusätzlich zu den professionellen AntiagressivitätstrainerInnen, die die Gruppen anleiten, werden auch Profifußballer aus er 1. Bundesliga zu den Trainingsgrupen hinzugezogen um von ihren Erfahrungen mit Gewalt im Fußball zu berichten. Weitere Informationen über dieses sehr interessante und notwendige Projekt erfahrt Ihr auf der Internetseite der Initiative.

16. Oktober 2008
Hendrik

Die Pläne der Deutschen Fußball Liga DFL nach denen die Spiele der 1. und 2. Bundesliga über das gesamte Wochenende verteilt stattfinden sollen (mit Anstoßzeiten ab 12.30 Uhr) haben die reisefreudigen und stadionbesuchenden Fans der Profivereine auf die Palme gebracht: unter dem Slogan und der Webseite "Kein Kick vor zwei" werben sie um fanfreundliche Anstoßzeiten und wettern gegen das Diktat der Fernsehsender.
Das Thema betrifft in erheblichem Maße auch den Jugend- und Amateursport: viele Zuschauer dürften sich gegen das A-Jugend-Spiel auf dem heimischen Sportplatz und für das Spitzenspiel der 1. Bundesliga entscheiden wenn es (was zwangsläufig der Fall sein muss) zu Überschneidungen kommt. Bisher wurden die unteren Ligen durch Absprachen der Anstoßzeiten geschützt, künftig scheint dies nicht mehr der Fall zu sein. Grund genug für den Amateurfußball wachsam zu sein und die eigenen Interessen bei DFL und DFB lautstark zu vertreten!
08. Oktober 2008
Hendrik
Oh, da muss ich mich gleich für den reißerischen Titel entschuldigen: wir möchten niemanden, auch keine Fußballer, blinde Hühner nennen, nur weil sie nach 217 Gegentoren in 10 Spielen nun auch ein eigenes Tor geschossen haben! Das war nie beabsichtigt, vielmehr wollen wir die Kicker vom 1. FC Germania 08 Forchheim und speziell Patrick Hinz für das Tor gegen den TSV Vestenbergsgreuth (haben die nicht mal die Bayern im Pokal verkloppt?) hochleben lassen und ihnen zurufen: Da ist noch alles drin! Da geht noch was! Das wird noch ne ganz enge Kiste!!
Wir freuen uns mit und grüßen herzlich,
die Spielerkabine
06. Oktober 2008
Hendrik
Dass sich Spieler und Verwantwortliche schon mal vom Schiedsrichter verschaukelt fühlen ist in den Fußball-Ligen der Republik nichts besonderes. Wenn aber der Schiri nach einem Punktspiel klagt, er fühle sich von den Spielern "verarscht" - dann ist wohl was im Busch! So geschehen in der Kölner Kreisliga D. Dort lag der SV Rheinkassel-Langel II vor dem letzten Spieltag auf Platz 3, punktgleich mit dem Zweiten Germania Nippes , dessen Aufstieg (Platz 2 reicht zum Aufstieg) bei einer um 37 Toren besseren Tordifferenz ziemlich voraussehbar war, Nippes musste ja nur gewinnen. Das taten sie auch, und zwar gleich mit 10:0. Was die Spieler nicht wussten: zeitgleich siegte Rheinkassel beim DJK Löwe II mit 54:1 (13:0) - ein Schelm wer Böses dabei denkt! Was auch immer die Spieler des DJK Löwe geritten haben mag: sie können sich mit keinem Bein gegen die Niederlage gewehrt haben, sonst kommt solch ein Ergebnis wohl kaum zustande. Denselben Verdacht hegen die Verantwortlichen in Köln. Kreisspielausschuss-Vorsitzender Hermann-Josef Schmidt spricht von "unsittlichem Verhalten" und hat den Fall an die zuständige Spruchkammer des Fußballkreises Köln gegeben, Nippes hat eine Infoseite eingerichtet.
Ob den Rheinkasselern (Rheinkasselanern?) der Aufstiegssekt nachträglich im Hals stecken bleibt wird man abwarten müssen, aus neutraler Sicht bleibt festzuhalten: unsportliches Verhalten, aber eine schöne Geschichte 
04. Juni 2008
Hendrik